Amrum 2026
Amrum ist 10km lang, 2,5km breit und hat 2.296 Einwohner. Die Westseite gehört dem Kniepsand, einer Sandbank von bis zu 2km Breite, die sich an die Insel angelagert hat. Dahinter liegen Dünen im Naturschutzgebiet und der Leuchtturm von 1875, der als höchster begehbarer Leuchtturm an der deutschen Nordseeküste gilt.
Für Wohnwagen- und Wohnmobil-Camper gilt: Ein Fährplatz ab Dagebüll muss vorab reserviert werden, und übernachten darf man nur auf dem Dünencamping in Wittdün, Wildcampen ist verboten. Alles dazu im Stellplatz-Guide für Amrum.
Geschichte und Inseldörfer
Amrum wird 1231 als „Ambrum" im Erdbuch von König Waldemar II. erstmals erwähnt. Die Insel hat 2.296 Einwohner (Stand 30.9.2023) auf 20,46km² Landfläche, dazu kommen rund 10km² Kniepsand. Sie gliedert sich in die drei Gemeinden Nebel, Norddorf auf Amrum und Wittdün auf Amrum. Zu Nebel gehören außerdem Steenodde und Süddorf, insgesamt gibt es also fünf Inseldörfer. Die höchste Erhebung ist die Düne A Siatler (Setzerdüne) mit 32m. Die ganze Insel liegt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
Der Tourismus ist vergleichsweise jung: 1889 errichteten Volkert Quedens und Paul Jansen Köhn die ersten Hotels in Wittdün, 1892 eröffnete dort das Kurhaus. Bis heute prägt die alte Inselsprache das Dorfleben: Ein gutes Viertel der Bewohner spricht noch Öömrang, das Amrumer Friesisch.
Kniepsand und Dünen
Der Kniepsand ist 10km lang und bis zu 2km breit. Er ist keine gewöhnliche Küste, sondern eine Sandbank, die über Jahrhunderte an der Westseite der Insel angewachsen ist. Die Insel selbst nennt ihn Europas größten Badestrand, eine offizielle Auszeichnung ist das allerdings nicht, und auch andere Strände beanspruchen Rekorde für sich.
Hinter dem Strand beginnen die Dünen, die als jüngste Insellandschaft der Region gelten und etwa 700 Jahre alt sind. Sie sind Brutgebiet für tausende Seevögel und stehen unter Naturschutz. Der Campingplatz liegt mitten in diesen Dünen und ist über einen Bohlenweg mit dem Strand verbunden, Details im Stellplatz-Guide.
Leuchtturm Amrum
Der Leuchtturm wurde 1873/74 gebaut und ging am 1. Januar 1875 in Betrieb. Er war der erste deutsche Leuchtfeuerbau in Nordfriesland. Der Turm ist 41,8m hoch und steht auf einer rund 25m hohen Düne, die Feuerhöhe liegt bei 63m über dem mittleren Hochwasser. Zur Aussichtsplattform führen 295 Stufen, damit gilt er als höchster begehbarer Leuchtturm an der deutschen Nordseeküste. 1936 wurde er elektrifiziert, 1984 verließ der letzte Leuchtturmwärter die Station, seit 1952 trägt er den roten Anstrich mit zwei weißen Ringen. Er steht rund 2km westlich von Wittdün und damit ganz in der Nähe des Campingplatzes. In der Sommersaison ist er zugänglich, aktuelle Zeiten erfragt man am besten bei der Amrum Touristik.
Weitere Sehenswürdigkeiten
- Windmühle in Nebel: Am Südrand des Ortes wurde sie 1770/71 errichtet und dient heute als Museum zur Inselgeschichte und zum Mühlenhandwerk.
- St.-Clemens-Kirche in Nebel: Sie wurde wahrscheinlich 1236 gebaut und 1240 erstmals urkundlich erwähnt, auf dem Friedhof erzählen Inschriften auf alten Grabsteinen von den Verstorbenen.
- Öömrang Hüs in Nebel: Ein reetgedecktes Kapitänshaus von 1683, das heute als Heimatmuseum dient.
- Vogelkoje Meeram: Eine ehemalige Wildentenfanganlage im Norden. In der Nähe liegt ein archäologisches Grabungsgebiet mit einem rekonstruierten eisenzeitlichen Haus.
- Amrum Odde: Die Nordspitze der Insel ist Naturschutzgebiet und hat ein Naturzentrum sowie eine Aussichtsdüne.
Anreise mit dem Wohnmobil
Die Fähre der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) fährt ganzjährig ab Dagebüll. Wer sein Fahrzeug mitnehmen will, muss rechtzeitig einen Fährplatz reservieren. Der Preis richtet sich nach Fahrzeugtyp und -länge, die Preisauskunft gibt es auf faehre.de. Bei der Abfahrt braucht man den Fahrzeugschein, die Rückfahrkarte gilt zwei Monate. Das Parken in Dagebüll ist kostenpflichtig.
| Strecke | Dauer | Hinweis |
|---|---|---|
| Dagebüll → Wittdün (direkt) | ca. 1,5 Stunden | Mehrere Abfahrten täglich im Sommer |
| Dagebüll → Föhr → Wittdün | ca. 2 Stunden | 4–6 Abfahrten täglich |
Auto als rollender Koffer: Die Amrum Touristik empfiehlt ausdrücklich, das Fahrzeug auf der Insel nur zum Ankommen zu nutzen. Zwischen den Dörfern fährt ein Bus, außerdem gibt es viele Rad- und Wanderwege. Auf dem Campingplatz kann das Wohnmobil dann stehen bleiben.
Amrum im Video
Häufige Fragen (FAQ)
Kann man mit dem Wohnmobil nach Amrum fahren?
Ja, mit der Fähre der Wyker Dampfschiffs-Reederei ab Dagebüll nach Wittdün. Die direkte Überfahrt dauert etwa 1,5 Stunden, über Föhr etwa 2 Stunden. Für Fahrzeuge muss man vorab einen Fährplatz reservieren, denn die Plätze sind begrenzt, besonders für große Wohnmobile und Gespanne. Der Fährpreis richtet sich nach Fahrzeugtyp und Länge. Auf der Insel dürfen Wohnmobile und Wohnwagen nur auf dem Dünencamping in Wittdün übernachten.
Wie lang und breit ist der Kniepsand?
Nach Angaben der Amrum Touristik ist der Kniepsand 10km lang und bis zu 2km breit. Die Insel bezeichnet ihn selbst als Europas größten Badestrand, eine offizielle Auszeichnung ist das aber nicht. Der Kniepsand ist eine Sandbank, die sich über Jahrhunderte an die Westküste der Insel angelagert hat.
Kann man den Leuchtturm auf Amrum besteigen?
Ja, in der Sommersaison ist der Leuchtturm zugänglich, aktuelle Zeiten sollte man vorher bei der Amrum Touristik erfragen. Der Turm ist 41,8m hoch und steht auf einer rund 25m hohen Düne, zur Aussichtsplattform führen 295 Stufen. Er gilt als höchster begehbarer Leuchtturm an der deutschen Nordseeküste und ging am 1. Januar 1875 in Betrieb.
Gibt es auf Amrum Campingplätze und ist Wildcampen erlaubt?
Es gibt zwei Campingplätze, beide in Wittdün am Südende der Insel: das Dünencamping Amrum für Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte sowie einen FKK-Zeltplatz ausschließlich für Zelte. Wildcampen ist auf Amrum verboten. Alle Details in unserem Stellplatz-Guide für Amrum.