Sankt Peter-Ording 2026
Sankt Peter-Ording auf der Halbinsel Eiderstedt hat mit 12km Länge und bis zu 2km Breite den größten Strand der deutschen Nordseeküste – und ist der meistübernachtete Badeort Schleswig-Holsteins. Charakteristisch sind die historischen Pfahlbauten (erste 1911 erbaut) sowie der Autostrand in Böhl und Ording, wo man mit dem eigenen Fahrzeug direkt auf den Sand fahren darf. Als einziges deutsches Nordseebad mit eigener Schwefelquelle trägt der Ort seit 1958 offiziell den Titel Nordseeheil- und Schwefelbad. Sportlich ist SPO eine Hochburg für Kitesurfen, Strandsegeln und Reiten am Meer.
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Geschichte – vom Armenhaus zum Schwefelbad
Der Ortsname St. Peter geht auf die erste urkundliche Erwähnung 1373 zurück, vorher hieß die Siedlung Ulstrup – Wikinger hatten sich hier bereits zuvor angesiedelt. Weil Ulstrup große Teile seines Landes an die Nordsee verlor, übernahm der Ort schließlich den Namen seiner Kirche, St. Peter. Süderhöft und Böhl gaben nach der schweren Sturmflut von 1553 ihre Eigenständigkeit auf und wurden mit St. Peter vereint. Kirchlich wurden St. Peter und Ording bereits 1867 zusammengelegt, politisch fusionierten beide Orte aber erst 1967 zur heutigen Gemeinde Sankt Peter-Ording, die sich in fünf Ortsteile gliedert: Brösum/Norderdeich, Ording/Westmarken, Bad, Dorf/Wittendün und Böhl/Süderhöft.
Erste Kur- und Urlaubsgäste sind bereits ab 1837 belegt, angezogen von der als heilsam geltenden Luft. 1877 entstand mit Hilfe einer Aktiengesellschaft das erste Kurhotel, 1913 das erste Sanatorium. Die eigentliche Schwefel- und Jodsolequelle wurde jedoch erst 1953 entdeckt, 1958 erfolgte die staatliche Anerkennung als Nordseeheil- und Schwefelbad – bis heute das einzige deutsche Nordseebad mit dieser Auszeichnung.
Der Strand – Pfahlbauten & der einzige Autostrand Deutschlands
Mit 12km Länge und stellenweise bis zu 2km Breite ist der Strand von St. Peter-Ording der größte der deutschen Nordseeküste, eingebettet in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Er gliedert sich in fünf Abschnitte mit jeweils eigenen sanitären Anlagen und Strandkorbvermietung. Prägend sind die charakteristischen Pfahlbauten: Die erste Holzhütte auf Stelzen entstand 1911, heute stehen 13 bis zu sieben Meter hohe Pfahlbauten am Strand, in denen Restaurants, Toiletten, Duschen und Umkleiden auch bei Sturmflut sicher untergebracht sind.
Einzigartig in Deutschland ist zudem der Autostrand: In den Abschnitten Böhl und Ording darf mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil direkt auf den Sand gefahren und dort geparkt werden. Möglich ist das vom 15. März bis 1. November, täglich von 7:30 bis 22:30 Uhr, gegen eine Parkgebühr von 15€ pro Tag (ab 17 Uhr 10€, zahlbar per Automat, Karte oder App). Übernachten auf dem Strand oder Parkplatz ist ausdrücklich verboten, ebenso die Einfahrt für Busse und Lkw – erlaubt sind nur Pkw und Wohnmobile mit maximal 30 km/h, geparkt wird in Reihen. Der Parkplatz liegt mitten im Nationalpark, Brutgebiete am Deich und in den Salzwiesen stehen unter besonderem Schutz.
Sport & Aktivität – Kitesurfen, Strandsegeln, Reiten
- Kitesurfen & Wassersport: Die riesigen Sandbänke und der flache Wattstrand machen SPO zu einem der besten Wassersportreviere Deutschlands – hier finden jährlich der Kitesurf World Cup und die Smart Beach Tour im Beachvolleyball statt.
- Strandsegeln & Kitebuggy: Seit Mitte der 1920er-Jahre untrennbar mit St. Peter-Ording verbunden, als hier der erste Holzrahmen mit Leinensegel zum Einsatz kam – bis heute einer der wenigen Orte in Deutschland, an denen offiziell Strandsegeln und Kitebuggy-Fahren erlaubt sind.
- Reiten am Strand: Ganzjährig am Südstrand und am Abschnitt Böhl möglich, allerdings nur mit gültiger Pferdekarte (Tages-, Wochen- oder Jahreskarte, erhältlich an der Strandüberfahrt Böhl und in den Tourist-Infos). Mehrere Reiterhöfe, darunter die Reitanlage Dreililien am Südstrand, bieten geführte Ausritte, Reitunterricht und Boxenvermietung.
Anreise mit dem Wohnwagen
| Von | Route | Hinweis |
|---|---|---|
| A23, Ausfahrt Heide, weiter B5 | Über die Halbinsel Eiderstedt bis Sankt Peter-Ording | Rund 45km westlich von Heide |
Sankt Peter-Ording im Video
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist der Autostrand in Sankt Peter-Ording?
Die Strandabschnitte Böhl und Ording sind Deutschlands einziger "Autostrand" – man darf mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil direkt auf den Sand fahren und dort parken. Möglich ist das vom 15. März bis 1. November, täglich von 7:30 bis 22:30 Uhr, gegen eine Parkgebühr von 15€ pro Tag (ab 17 Uhr 10€). Übernachten auf dem Strand oder Parkplatz ist dabei ausdrücklich nicht erlaubt, ebenso wenig wie Busse und Lkw – nur Pkw und Wohnmobile, Schrittgeschwindigkeit 30 km/h, geparkt wird in Reihen.
Warum heißt Sankt Peter-Ording Nordseeheil- und Schwefelbad?
Weil hier die einzige Schwefelquelle an der gesamten deutschen Nordseeküste liegt. Erste Kur- und Urlaubsgäste kamen bereits ab 1837 wegen der als heilsam geltenden Luft, 1877 entstand das erste Kurhotel, 1913 das erste Sanatorium – die eigentliche Schwefel-/Jodsolequelle wurde aber erst 1953 entdeckt. 1958 erfolgte die offizielle staatliche Anerkennung als Nordseeheil- und Schwefelbad.
Braucht man eine Pferdekarte zum Reiten am Strand in St. Peter-Ording?
Ja. Reiten ist ganzjährig nur am Südstrand und am Strandabschnitt Böhl erlaubt, und nur mit gültiger Pferdekarte (Tages-, Wochen- oder Jahreskarte), erhältlich an den Kassenautomaten der Strandüberfahrt Böhl sowie in den Tourist-Infos. In St. Peter-Ording gibt es mehrere Reiterhöfe, die geführte Strandausritte anbieten, etwa die Reitanlage Dreililien am Südstrand.
Wie viele Einwohner hat Sankt Peter-Ording?
Rund 3.749 (Stand 31.12.2025, Schätzung) auf 28,28km² Fläche, verteilt auf 5 Ortsteile: Brösum/Norderdeich, Ording/Westmarken, Bad, Dorf/Wittendün und Böhl/Süderhöft. Politisch zusammengeschlossen wurden St. Peter und Ording erst 1967, kirchlich bereits 1867.