Wohnwagen mieten 2026
"Wohnwagen mieten" meint zwei ganz unterschiedliche Dinge: Entweder du ziehst den Wohnwagen selbst hinter deinem eigenen Auto – dann brauchst du ausreichend Anhängelast und den passenden Führerschein. Oder du buchst einen stationären Mietwohnwagen, der schon fertig aufgebaut auf einer Campingplatz-Parzelle steht – dafür reicht ein ganz normales Auto oder sogar die Anreise mit der Bahn. Über Plattformen wie PaulCamper kostet ein Wohnwagen zum Selberziehen meist 40 bis 90 Euro pro Tag.
Zwei Wege, einen Wohnwagen zu mieten
Bevor du irgendwo buchst, lohnt sich die Grundsatzfrage: Willst du den Wohnwagen selbst hinter deinem Auto herziehen – oder soll er einfach schon an eurem Urlaubsort stehen? Beide Varianten haben völlig unterschiedliche Voraussetzungen.
🚗 Zum Selberziehen
- ✅Volle Flexibilität, Standort frei wählbar
- ✅Größere Auswahl bei privaten Plattformen
- ⚠️Zugfahrzeug mit ausreichender Anhängelast nötig
- ⚠️Passender Führerschein (B, B96 oder BE) erforderlich
- ⚠️Rangier- und Kuppel-Erfahrung hilfreich
🏕️ Stationär auf dem Campingplatz
- ✅Kein Zugfahrzeug nötig, Anreise mit jedem Verkehrsmittel
- ✅Fertig aufgebaut, oft inkl. Vorzelt
- ✅Kein Kuppeln, kein Rangieren
- ⚠️Standort fest vorgegeben
- ⚠️Auswahl von der Zahl der Anbieter-Campingplätze abhängig
Wo mieten? Anbieter im Vergleich
Für den Wohnwagen zum Selberziehen gibt es drei Anbieter-Typen mit sehr unterschiedlichem Charakter:
| Anbieter | Charakter | Besonderheit |
|---|---|---|
| PaulCamper | Größte Peer-to-Peer-Plattform in Deutschland, rund 24.000 Fahrzeuge von privaten Anbietern | Größte Auswahl, meist 40-90€/Tag |
| Yescapa & Campanda | Ebenfalls Peer-to-Peer, kleinere Auswahl als PaulCamper | Gute Alternative bei geringem Angebot vor Ort |
| ADAC | Klassische Vermietung, über 300 Caravans an rund 30 Standorten deutschlandweit | 3% Mitgliederrabatt, Frühbucher- und Langzeit-Staffelrabatte, Vollkasko/Diebstahlschutz inklusive |
Bei privaten Vermietungen über PaulCamper, Yescapa oder Campanda lohnt sich vor der Buchung immer ein Blick auf die Bewertungen des jeweiligen Vermieters, dazu eine klare Absprache zu Übergabezeit, Kaution und den Regeln im Schadensfall – das ersetzt die standardisierten Prozesse eines klassischen Vermieters wie ADAC.
✅ Praxistipp: Für Erstmieter ohne viel Kuppel- und Rangier-Erfahrung ist eine kurze Einweisung durch den Vermieter vor der Abfahrt Gold wert – bei den meisten privaten Anbietern ist das Standard und kostenlos.
Wohnwagen mieten auf dem Campingplatz
Neben dem klassischen "Wohnwagen zum Selberziehen" gibt es eine zweite, komplett andere Variante: Viele Campingplätze in Deutschland bieten eigene Wohnwagen an, die fest auf einer Parzelle stehen und für deinen Urlaub gebucht werden. Du musst nichts ziehen, nichts kuppeln und brauchst nicht mal zwingend ein eigenes Auto – Anreise mit der Bahn oder dem Flugzeug plus Transfer ist problemlos möglich.
Diese Mietwohnwagen stehen oft an beliebten Urlaubszielen – etwa an der Ostsee, im Schwarzwald oder in der Nähe größerer Freizeitparks – und sind meist komplett eingerichtet, teils inklusive Vorzelt und Terrasse. Buchbar sind sie direkt über den jeweiligen Campingplatz oder über Vermittlungsplattformen wie PiNCAMP (ADAC), UCAMPING oder mietcaravan.com.
⚠️ Frühzeitig buchen: Beliebte stationäre Mietwohnwagen an der Küste oder in der Nähe von Freizeitparks sind in den Sommerferien oft Monate im Voraus ausgebucht. Wer flexibel bei den Reisedaten ist, findet in der Vor- und Nachsaison deutlich mehr freie Termine und bessere Preise.
Was kostet ein Wohnwagen mieten?
Die Stellplatz-Grundpreise selbst sind 2026 im Schnitt um rund 7 Prozent gestiegen, regional teils deutlich mehr. Konkrete Preise für stationäre Mietwohnwagen variieren stark je nach Lage und Saison – am besten direkt beim jeweiligen Campingplatz oder über PiNCAMP anfragen.
Checkliste vor der Buchung
Mieten oder kaufen?
Für Gelegenheitscamper ist Mieten fast immer die günstigere und flexiblere Wahl – keine Fixkosten für Versicherung, Stellplatz oder Wertverlust außerhalb der Reisezeit. Wer mehrere Wochen im Jahr unterwegs ist oder einen ganz bestimmten Grundriss will, fährt mit einem eigenen Wohnwagen langfristig meist günstiger. Die ausführliche Typen- und Kaufberatung findest du in unserem Wohnwagen-kaufen-Ratgeber.
Häufige Fragen (FAQ)
Was kostet es, einen Wohnwagen zu mieten?
Über private Vermietungsplattformen wie PaulCamper kostet ein Wohnwagen meist zwischen 40 und 90 Euro pro Tag, abhängig von Größe, Ausstattung und Saison. Bei ADAC kommen zusätzlich Mitglieder- und Frühbucherrabatte sowie Staffelrabatte ab 21 Mietnächten hinzu. Stationäre Mietwohnwagen auf Campingplätzen werden meist pro Woche berechnet und variieren stark nach Lage – häufig aber günstiger als ein vergleichbares Mobilheim.
Brauche ich ein eigenes Auto, um einen Wohnwagen zu mieten?
Nur wenn du den Wohnwagen selbst ziehen willst – dann muss dein Auto genug Anhängelast haben und du brauchst den passenden Führerschein für das Gespanngewicht. Bei einem stationären Mietwohnwagen auf dem Campingplatz entfällt das komplett: Du reist mit dem eigenen Auto, der Bahn oder sogar dem Flugzeug an und beziehst den fertig aufgebauten Wohnwagen direkt vor Ort.
Wo kann ich privat einen Wohnwagen mieten?
PaulCamper ist mit rund 24.000 Fahrzeugen von privaten Anbietern die größte Plattform in Deutschland, Yescapa und Campanda bieten eine kleinere, aber ebenfalls solide Auswahl. Bei privaten Vermietungen lohnt sich ein Blick auf die Bewertungen des Vermieters sowie eine genaue Absprache zu Übergabe, Kaution und im Schadensfall geltenden Regeln.
Was ist ein stationärer Mietwohnwagen auf dem Campingplatz?
Das ist ein Wohnwagen, der fest auf einer Parzelle eines Campingplatzes steht und für deinen Urlaub gebucht wird – du musst ihn nicht selbst ziehen. Viele Plätze bieten diese Option inklusive Vorzelt und kompletter Einrichtung an, buchbar zum Beispiel über PiNCAMP, UCAMPING oder direkt beim jeweiligen Campingplatz.
Lohnt sich Mieten oder ist Kaufen langfristig besser?
Für Gelegenheitscamper ist Mieten fast immer die günstigere und flexiblere Wahl, da keine Fixkosten für Versicherung, Stellplatz und Wertverlust anfallen. Wer mehrere Wochen im Jahr unterwegs ist oder einen ganz bestimmten Grundriss will, fährt mit einem eigenen Wohnwagen langfristig meist günstiger.