Freistehen Großbritannien 2026
Großbritannien ist gespalten: England und Wales haben strenge Regeln, Schottland ist dank dem Land Reform Act 2003 das freieste Land der britischen Inseln. Für Wohnwagen gilt aber selbst in Schottland: Das Right to Roam gilt für Wanderer, nicht automatisch für Fahrzeuge – aber in der Praxis ist Schottland sehr tolerant auf abgelegenen Parkplätzen. Nach Brexit: Reisepass Pflicht für Deutsche.
England & Wales – strenge Regeln
🚫 England und Wales: Wildcampen und Freistehen ist strikt verboten. Aktive Kontrollen in Nationalparks (Lake District, Peak District, Dartmoor). Bußgelder. Dartmoor war die einzige Ausnahme – wurde 2023 eingeschränkt. Nur auf offiziellen Stellplätzen (C&CC, Caravan Club-Plätze) oder privaten Campingplätzen übernachten.
Schottland – Europas überraschendste Freiheit
✅ Schottland und der Land Reform Act 2003: Das schottische Recht gewährt ein breites "Right to Roam" – auch für Wohnmobile und Wohnwagen auf öffentlichen Parkflächen. Auf ausgewiesenen Parkplätzen in der freien Natur ist eine Übernachtung in der Regel erlaubt. Die Highlands, Loch Ness, Applecross-Halbinsel: spektakuläre Natur, entspannte Atmosphäre für Freisteher.
Brexit – was sich für Deutsche geändert hat
- Reisepass Pflicht: Personalausweis reicht seit Brexit nicht mehr für UK – Reisepass erforderlich
- Fähre oder Eurotunnel: Calais–Dover (Eurotunnel 35 Min., Fähre 90 Min.) oder Hook of Holland–Harwich
- Pfund Sterling: Euro werden nicht akzeptiert
- Versicherung: Green Card muss UK explizit aufführen (ist seit Brexit kein EU-Mitglied mehr)
- Linksverkehr: Wie Irland – besondere Vorsicht mit Gespann
- ULEZ und Congestion Charge: London hat Umweltzonen (ULEZ) und Staugebühr – Wohnwagen-Gespanne oft ausgenommen, aber vorab prüfen