Göhren 2026 – Buskam & Nordperd
Göhren liegt mit rund 1.388 Einwohnern auf der Halbinsel Mönchgut, am östlichsten Punkt Rügens. Erstmals 1165 als Fischerdorf erwähnt, wurde der Ort 1878 offiziell Seebad. Wahrzeichen ist die 270 Meter lange Seebrücke am Nordstrand – nicht die erste und bei Weitem nicht die längste, die Göhren je hatte –, dazu der 550 Tonnen schwere Findling Buskam und das Nordperd, das Süd- und Nordstrand voneinander trennt. Seit 1899 ist Göhren zudem Endstation des historischen Rasenden Roland.
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Zwei Seebrücken – Nordstrand & Südstrand
Göhren besaß einst gleich zwei Seebrücken für unterschiedliche Zwecke. Am Südstrand entstand 1909 eine Anlegestelle, die wegen des dort besonders flachen Wassers über 1.000 Meter weit ins Meer hinausgebaut werden musste – ein technisches Meisterstück ihrer Zeit. Bereits 1914, im Ersten Weltkrieg, wurden Teile davon gesprengt, um feindliche Landungen zu verhindern; ein Wiederaufbau scheiterte später an fehlenden Mitteln.
Die zweite Brücke am Nordstrand begann als kleiner hölzerner Landungssteg, wurde 1913 auf 126 Meter und 1934 mit Stahlträgern sogar auf 450 Meter ausgebaut – damals die modernste Seebrücke Rügens. 1953 wurde auch sie zerstört. Die heutige, 270 Meter lange Brücke entstand 1993 und war die erste komplett neu gebaute Seebrücke Deutschlands nach der Wiedervereinigung.
Buskam & Nordperd
Rund 300 Meter vor der Küste, zwischen der Seebrücke und dem Nordperd, ragt bei Niedrigwasser der Buskam bis zu 1,5 Meter aus dem Wasser. Nach amtlicher Vermessung des Landesamts für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern misst der Findling 8,80 x 6,40 x 5,40 Meter, hat einen maximalen Umfang von 27,5 Metern und bringt es bei mindestens 200 Kubikmetern Volumen auf rund 550 Tonnen Gewicht – als größtes Geschiebe Norddeutschlands. Der Hammer-Granit stammt ursprünglich von der dänischen Insel Bornholm und wurde während der letzten Eiszeit von einem Gletscher rund 120 Kilometer weit transportiert.
Direkt daneben liegt das Nordperd, der östlichste Punkt der Insel Rügen. Die Landspitze trennt den ruhigeren Südstrand vom eigentlichen Badestrand am Nordstrand.
Endstation Rasender Roland
Seit dem 13. Oktober 1899 ist Göhren Endstation der historischen Schmalspurbahn Rasender Roland, die von Putbus über Binz und Sellin bis hierher führt. Die Ankunft der Bahn verstärkte damals den touristischen Aufschwung des Ortes spürbar. Die vollständige Geschichte der Bahn – von der Gründung 1895 bis zu den einzelnen Streckenabschnitten – erklären wir ausführlich in unserem Reiseziel-Guide für Sellin.
Anreise mit dem Wohnwagen
| Von | Route | Hinweis |
|---|---|---|
| B196 / L29 | Über Bergen auf Rügen und Putbus Richtung Mönchgut, weiter über Baabe nach Göhren | Göhren liegt am äußersten Ende der Halbinsel Mönchgut, rund 10km südlich von Sellin |
Göhren im Video
Häufige Fragen (FAQ)
Warum hat Göhren zwei Seebrücken gehabt?
Am Nordstrand und am Südstrand entstanden unabhängig voneinander zwei Anlegestellen für Dampfschiffe. Die Südstrand-Brücke von 1909 musste wegen des flachen Wassers über 1.000 Meter lang gebaut werden, wurde aber 1914 im Ersten Weltkrieg teils gesprengt und nie wieder aufgebaut. Die Nordstrand-Brücke wurde mehrfach erneuert (1913, 1934 mit 450m) und 1953 zerstört; die heutige, 1993 errichtete Version ist 270 Meter lang und war die erste neu gebaute Seebrücke nach der Wiedervereinigung.
Wie schwer ist der Buskam?
Nach amtlicher Vermessung des Landesamts für Umwelt M-V wiegt der Findling rund 550 Tonnen bei mindestens 200 Kubikmetern Volumen, misst 8,80 x 6,40 x 5,40 Meter und hat einen maximalen Umfang von 27,5 Metern. Er besteht aus Hammer-Granit von der dänischen Insel Bornholm, den ein Gletscher rund 120 Kilometer weit transportierte, und gilt als größtes Geschiebe Norddeutschlands.
Was ist das Nordperd bei Göhren?
Der östlichste Punkt der Insel Rügen, eine Landspitze, die den Südstrand vom eigentlichen Badestrand am Nordstrand trennt. Der Buskam liegt genau zwischen der Seebrücke und dem Nordperd im Meer.
Wie viele Einwohner hat Göhren?
Rund 1.388 (Stand 31.12.2025, Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern). Der Ort wurde erstmals 1165 urkundlich erwähnt und ist seit 1878 offiziell Seebad.